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Wir danken "Hans im Glück" für die Zusendung eines Rezensionsexemplares !
In der üblichen "HiG"-Box findet man folgendes Material:
- 48 Vulkanplättchen
- 12 Tempel, 8 Türme und 80 Hütten (in den 4 Spielerfarben)
- 4 Übersichtskarten
- Spielanleitung
Die Gebäude sind aus Holz. Die Vulkanplättchen haben die Form von drei aneinandergelegten Sechsecken. Eines dieser Felder zeigt stets ein Vulkan. Die
anderen Teilfelder zeigen verschiedene Landschaften. Obwohl das schon alles an Material ist, das man in der Box findet, weiß das Material zu überzeugen. Die Grafik der Vulkanplättchen ist wirklich
sehr hübsch. Der Stanzkarton, der als Trägermaterial dient, ist von sehr dicker Qualität, was der Idee des Spiels bezüglich der verschiedenen Ebenen entgegen kommt. Einzig die 4 Übersichtskarten, die
die wichtigsten Punkte eines Spielzuges zeigen, sind vergleichsweise dünn ausgefallen, aber nach ein paar Runden braucht man diese dann eh nicht mehr.
Hat man die Anleitung durch, fühlt man sich ein wenig an Carcassonne erinnert. Während des Spiels legt man nämlich ein Plättchen ab und baut ein Gebäude
und der nächste Spieler ist dran... vom Ablauf zwar ähnlich, von der Spieltiefe aber doch schon unterschiedlich... erschließt sich einem doch nach einigen Runden mehr als ein einfaches Legespiel.
Vor dem Spiel werden die Vulkanplättchen gemischt und bereitgelegt. Jeder Spieler bekommt den Bauvorrat in seiner Farbe (Hütten, Türme, Tempel).... das
war es schon an Vorbereitungen :))
Ziel ist es, die höchste Anzahl an Tempel zu errichten. Zusätzlich zu diesem Standardziel gewinnt ein Spieler auch sofort, wenn es ihm gelingt, 2 der 3
Gebäudearten vollständig aufzubrauchen. Kann man nicht bauen in seinem Zug, scheidet man sofort aus dem Spiel aus... diesen Aspekt sollte man also nicht aus den Augen verlieren.
Der Zug eines Spielers ist in zwei Schritte unterteilt.
Schritt 1:
Man zieht ein Vulkanplättchen und legt es aus. Dabei kann man entweder die vorhandene Landschaft erweitern, oder das Plättchen so legen, dass es zu
einem Vulkanausbruch kommt. Erweitern geht nur auf der untersten Ebene, also auf der Tischoberfläche. Um einen Vulkanausbruch herbeizuführen, muss man das Plättchen so ablegen, dass der enthaltene
Vulkan auf einem bereits ausliegenden Vulkan liegt (und zwar in eine andere Richtung zeigend). Hütten darf man dabei überdecken. Türme oder Tempel darf an nicht überdecken. Komplette Siedlungen darf
man nicht überdecken, es muss also zumindest ein Spielstein der überdeckten Siedlung übrig bleiben. Auch Vulkane können überdeckt werden.
Schritt 2:
Nun kann man einen oder mehrere Spielsteine einsetzen. Man kann beispielsweise eine Hütte bauen (nur auf Ebene 1). Jede Siedlung kann auch einen Turm
erhalten (Ebene 3 oder höher). Ist eine Siedlung mindestens 3 Felder groß, darf man daran angrenzend einen Tempel errichten. Ganz wichtig ist die Möglichkeit, vorhandene Siedlungen zu erweitern. Der
Spieler wählt die Siedlung aus, die er erweitern möchte und nennt eine Landschaftsart (Dschungel, Lichtung, Sand, Fels, See). Alle angrenzenden Felder erhalten nun Hütten (je höher die Ebene, desto
mehr Hütten werden errichtet).
Wie schon erwähnt, scheidet ein Spieler sofort aus dem Spiel aus, wenn er in Schritt 2 keine Gebäude errichten kann.
Das Spielziel wurde ja oben schon erwähnt. Die Spielregeln finden übrigens auf gerade mal 4 Seiten Platz. Ausreichende Abbildungen lassen kaum Fragen
offen. Die Einfachheit der Regeln erlauben auch neuen Spielern einen schnellen Einstieg, doch das heißt noch lange nicht, dass sie dann auch gut sind, denn von Runde zu Runde kommt man mehr rein in
"Taluva" und so hat man als versierter "Taluva"-Spieler gegen Neulinge schon ziemlich leicht. Bei den enthaltenen Ärger-Elementen kann das natürlich schnell frustrierend werden,
speziell für neue Spieler. Bewegen sich die Spieler aber ungefähr auf dem gleichen Level ist "Taluva" wirklich ein schönes Spiel, es sei denn, man mag es im Spiel nicht, die Gegner ein
wenig zu ärgern :)) ... doch mir gefällt's !!!
Fazit: Material- und Spielreizmäßig sehr gelungen. Aber trotzdem ACHTUNG: Ärgerfaktor !!!
(c)2008 Dirk Trefzger
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