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Wir danken Amigo für die Zusendung eines Rezensionsexemplares!
Wie der Titel des Spiels schon ankündigt, findet man in der kleinen Box nicht die üblichen Bohnenkarten, sondern sieben Bohnenwürfel. Dazu
gibt es 61 Erntekarten, 5 Übersichtskarten sowie ein Bohnenfeld. Die faltbare Anleitung ist gut gelungen und bringt die einfachen Regeln ganz gut rüber. Das Bohnenfeld wird in die Mitte
des Tisches gelegt. Jeder Spieler erhält eine Übersichtskarte. Dort kann der Spieler sehen, welche Würfelseiten auf welchem Würfel zu sehen sind. Es gibt nämlich zwei verschiedene
Würfelarten, weiße und beige, die jeweils andere Seiten zeigen. Etwas ungünstig ist, dass die beige Farbe sehr hell ausgefallen ist und damit bei schlechten Lichtverhältnissen leicht mit
den weißen Exemplaren zu verwechseln ist. Die Erntekarten zeigen jeweils sechs verschiedene Aufträge, die man nach und nach erfüllt. Sobald man drei Aufträge einer Karte erfüllen konnte,
wird die Karte etwas wert, nämlich einen Bohnentaler. Jeder weitere Auftrag steigert den Wert bis auf vier Bohnentaler. Jeder Spieler erhält anfangs zwei Auftragskarten. Diese werden vor
dem Spieler abgelegt, so dass die Karten beide sichtbar untereinander liegen. Die obere Karte ist dabei die aktive Karte, die untere Karte dient zur Anzeige der aktuellen Auftragsstufe...
sie wird dazu nach oben über die andere Karte geschoben.
Der aktive Spieler würfelt mit den sieben Würfeln, entscheidet dann, welche Würfel (mindestens einen Würfel) er auf das Bohnenfeld legen
möchte. Die restlichen Würfel nimmt er dann und würfelt weiter. Würfel auf dem Bohnenfeld dürfen nicht wieder zurückgenommen werden. So versucht der Spieler dann den untersten Auftrag
seiner aktiven Erntekarte zu erfüllen, im besten Fall sogar mehrere nacheinander. Sobald er möchte, kann er dann die aktive Erntekarte gegen Bohnentaler einlösen(wenn mindestens drei
Aufgaben erfüllt wurden). Dazu wird die Karte umgedreht und die Punktzahl mit weiteren Karten vom Stapel aufgefüllt. Dann nimmt der Spieler eine neue Karte. Die bisherige Anzeigekarte
wird die neue aktive Karte und die neu gezogene Karte wird die neue Anzeigekarte und der Spieler kann weitere Aufgaben erfüllen.
Das alles wirkt ja nicht sehr neu... nicht nur das gute alte Kniffel kommt einem da in den Sinn. Was der Kniff bei Würfel Bohnanza ist, ist
die Tatsache, dass man seine Aufgaben auch erfüllen kann, wenn der Gegner am Zug ist. Passen die gerade gewürfelten Bohnen zu der eigenen Aufgabe, kann man das ansagen und schiebt seine
Anzeigekarte eine "Zeile" nach oben. Einerseits hält das immer alle Spieler bei der Stange, andererseits müssen aber so auch alle Spieler konzentriert dabei sein... immer auf
die geworfenen Würfel schauen... prüfen, ob die Würfel zur eigenen Aufgabe passen, beobachten, was der Mitspieler macht. Hört sich nicht besonders anstrengend an, nimmt dem Spiel aber
irgendwie die Leichtigkeit, so hatten wir zumindest das Gefühl. Das eigentliche Bohnanza lebt ja sehr von seinen witzigen Bohnen, die auf den ganzen Karten abgebildet sind. Dieses Element
kommt bei Würfel Bohnanza etwas zu kurz. Die Bohnen sind auf dem verschiedenen Würfelseiten nur stilisiert dargestellt. Auf den Erntekarten werden natürlich die identischen Symbole
verwendet. Der Charme der witzigen Bohnen kommt dabei nicht so richtig rüber, was etwas schade ist. Trotzdem funktioniert Würfel Bohnanza recht gut und kann in der richtigen Runde auch
Spaß machen. Für das schnelle Spiel zwischendurch könnte die Spieldauer von ca. ner dreiviertel Stunde etwas zu lang sein (für ein Spiel dieser Art)... trotzdem wird das kleine
Bohnenspiel sicher hin und wieder mal auf dem Spieletisch landen.
Ach ja. Sobald ein Spieler 13 Bohnentaler sammeln konnte , endet das Spiel. Gewinner ist der Spieler mit den meisten Bohnentalern.
Theoretisch können ja auch gleichzeitig mehrere Spieler die 13 erreichen.
Fazit: netter Würfelableger des bekannten Bohnen-Kartenspiels... das Kartenspiel ist aber besser.
(c)2012 Dirk Trefzger
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